03.12.09

Der Lanz Bulldog verdankt seinen Namen dem Zylinderkopf, der wohl an den Kopf einer Bulldogge erinnert.

Wie auch immer - hier wird mittels einer Lötlampe (o.Ä.) der Glühkopf vorgeheizt, an dem sich dann der Treibstoff entzündet.

Die Startprozedur eines Bulldog kann in diesem sehr schönen Clip verfolgt werden.

29.11.09

Bei den ersten Feldmotoren wurde der Fahrersitz nur benötigt, wenn der Motor (aus eigener Kraft) von A nach B bewegt wurde. Der Lanz HR5 war natürlich eine echte Zugmaschine und der Sitz war damit zum Arbeitsplatz des Traktoristen mutiert.

 

16.11.09

Als Weiterentwicklung zum HR4 war der Luftfilter des HR5 hinter dem Kraftstoffbehälter platziert (und nicht mehr darunter). Dadurch konnte die Luft besser angesaugt und der Filter leichter gewartet werden.

Im Luftfilter wurde die Luft von oben unter dem Regenschutzblech angesaugt, in Rotation versetzt und an Drallblechen vorgereinigt. Für die Feinreinigung wurde ein mit Öl getränkter Filer aus Kokosfasern verwendet.

 

21.10.09

Die Radschutzbleche der beiden Schwungräder verhinderten, dass Personen durch deren offene Speichen (im Modell noch nicht dargestellt) verletzt wurden.

Die ersten Bulldog wurden noch durch einen beherzten Dreh an den Speichen der Schwungräder zum Leben erweckt - mit Einzug der Schutzbleche wurde dafür das Lenkrad an die Achse der Schwungmassen gesteckt. Die Startprozedur eines Bulldog kann in diesem sehr schönen Clip verfolgt werden.

 

30.09.09

Die Muschelkotflügel hatten die Aufgabe den Traktoristen vor Ungemach zu schützen.

Im Straßeneinsatz (mit Gummibereifung) verhinderten sie, dass er sich von Kopf bis Fuß einsaute - im Ackereinsatz mit den hier dargestellten Ackerrädern schützten sie sein Leben.

 

15.09.09

Die Thermosyphonkühlung wurde erstmals mit der Baureihe HR 4 vorgestellt. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass das Kühlwasser sich in einem geschlossenen Kreislauf befindet und nicht wie bisher in die Umgebung verdampft.

Im 3D-Modell sind u.a. der Zylinder, der obere Wasserkasten sowie der Windflügel und die Kühlerelemente (je vier Stück pro Seite) zu erkennen.
Charakteristisch für die Baureihen HR 4/5/6 ist der Antrieb des Windflügels auf der rechten Seite. Später wanderte dieser nach links.

 

17.08.09

Das Getriebe soll der Vollständigkeit halber ebenfalls modelliert werden.

Allerdings habe ich hier, was die Originalvorlage betrifft, einige Kompromisse eingehen müssen. Den Getriebeblock konnte ich mit den mir zur Verfügung stehenden Vorlagen leider nicht präziser modellieren.
Im Optimierungsdurchgang des VLB werden sicher noch einige Zähne ausgetauscht werden ,-)

An alle Revit Spezies: Die Zahnräder sind nach Durchmesser, Zahnform usw. parametrisch einstellbar.

14.08.09

Das Schöne an alten Maschinen ist, dass man ihre Funktion nachvollziehen kann. Bei einem modernen Traktor hätte ich an dieser Stelle wohl nur einen Joystick, eine schwarze Kiste und ein paar Kabel modelliert ;-)

Am Lanz erkennt man gut wie die Lenkbewegung über verschieden Wellen und Steuerschenkel auf die Achsschenkel der Vorderachse übertragen wird.
Übrigens: Ein Lenkrad (Handrad) mit Holzkranz hat damals 18,50 RM gekostet.

11.08.09

Die Vorderachse gab es für den Lanz in gefederter und ungefederter Ausführung.
Die hier modellierte starre Version ist wirklich nur eine Annäherung an die Originalkonstruktion und bedarf noch einiger Korrekturen.

Die wesentlichen Bauteile wie z.B. Vorderachswinkel, Achsschenkel und Steuerschenkel sind aber angelegt und werden später noch präziser ausgebildet.

28.07.2009

Auch die Hinterräder gab es in verschiedenen Varianten. Entsprechend der Vorlage wird hier ein Hinterrad mit "Winkelgreifern" und Laufring für die Straßenfahrt modelliert.

Für alle Revit spezies ;-)
Die Winkelgreifer sind Sweep-Verschmelzungen mit zwei verschiedenen Winkelprofilen und seitlichen Abzugskörpern.

26.07.2009

Der Lanz Bulldog konnte mit gummibereiften Scheibenrädern für den Straßeneinsatz oder wie in diesem Beispiel mit Speichenrädern ohne Gummi für den Einsatz auf dem Acker ausgerüstet werden.

Übrigens: ein komplettes Vorderrad (Durchmesser 800mm) mit Laufring wiegt 60kg und hat damals 60 RM gekostet.

25.07.2009

Die Kurbelwelle mit den beiden Schwungrädern wird vorerst nur als grober Rotationskörper erstellt. Im Original besitzen die Schwungräder je fünf Speichen und befinden sich unter einer Schutzabdeckung. Mit Revit 2009 sind solche Formen mit allen entsprechenden Rundungen noch etwas umständlich herzustellen. In der Version 2010 geht das schneller und deshalb heb ich mir die Teile für später auf.

24.07.2009

Das Auspuffrohr mit Schalldämpfer wird als nächstes modelliert.

Die Ersatzteilliste zeigt sehr schön die einzelnen Bauteile als Explosionszeichnung und gibt natürlich auch Auskunft über die Preise der Einzelteile ;-).

Ein kompletter Schalldämpfer (links im Bild) hat z.B. 41,50 Reichsmark gekostet.

Die exakten Maße gibt die Liste allerdings nicht preis - und so wird das Teil erst mal grob gebaut und später (vielleicht ergeben sich ja neue Quellen) präziser modelliert.

22.07.2009

Der Kolben und die Pleuelstange bilden die erste Baugruppe. Einige Maße können direkt aus einer Zeichnung abgelesen werden, andere müssen geschätzt oder ermittelt werden.
Generell werden alle Dimensionen, von denen keine Maße bekannt sind aus maßstäblich skalierten Abbildungen gewonnen.

Wichtig hierbei ist, die verschiedenen Quellen (Zeichnungen, Fotographien ...) richtig zu interpretieren und als Ganzes zu sehen. Die sehr anschaulichen Handzeichnungen aus jehner Zeit sind im Detail leider nicht immer präzise.

18.07.2009

Als Vorlage für das virtuelle Modell des Lanz Bulldog HR5 dient u.a. ein Original Prospekt der Firma Lanz sowie Ersatzteillisten der entsprechende Baureihe. Vielen Dank dabei an Dirk Pflückhahn für seine Unterstützung :-)

Das virtuelle Modell wird in Revit Architecture erstellt. Die einzelnen Bauteile werden als "Familien" separat modelliert und in einer Projektdatei zusammengefügt.
Mithilfe von Referenzebenen (die in allen Familien identisch sind) werden die einzelnen Bauteile in der gemeinsamen Projektdatei zueinander ausgerichtet. Die primären Referenzen sind der Achsabstand (1865mm) und die Längsachse (Mitte links/ rechts).

Der Vorteil bei der Aufteilung des Modells in separate Baugruppen ist, dass die einzelnen Gruppen bei der weiteren Detailierung separat bearbeitet und in der Projektdatei einfach überschrieben werden können.

Zum Betrachten des Modells wird eine 3D-dwf Datei aus der Projektdatei erstellt. Mit einem entsprechenden Viewer kann das virtuelle Modell nicht nur räumlich betrachtet und geschnitten werden, sondern es können auch umfangreiche Analysen am Modell durchgeführt werden.

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